STEREOSKOPIE

Die Wahrnehmung räumlicher Umgebungen durch den Menschen basiert auf drei Phänomenen:

  • Die Fokussierung des Auges auf die Entfernung

  • Analyse der aufgrund des Augenabstandes bestehenden Bildunterschiede

  • Tiefenwahrnehmung aufgrund der komplexen Wechselbeziehungen zwischen Augen und Gehirn.

Das künstliche stereoskopische Sehen wird erzielt durch Aufnahme oder Erzeugung zweier unterschiedlicher Perspektiven und der getrennten Betrachtung der Einzelbilder ausschließlich mit dem jeweils zugehörigen Auge.

Die Bildtrennung erfolgt durch Filterung (Anaglyphenverfahren, Polarisation), zeitliche Verfahren (Shutterbrillen, page flipping) oder örtliche Trennung (Stereoskope, HMDs). Bereits 1830 begann die Entwicklung des Stereoskops. 1897 wurde das Kaiserpanorama als Wandereinrichtung populär. Die Entwicklung führte bis heute zu autostereoskopischen Systemen und zu VR-Umgebungen wie stereoskopische Workbench oder CAVE.

Verfahren der Computergrafik ermöglichen ultra-photorealistische Darstellungen projektierter Vorhaben. Diese Modelle in entsprechenden Umgebungen präsentiert werden dem Begriff "virtuelle Realität" gerecht